Tradition, Gewohnheit oder persönliche Sympathie dürfen keine Rolle spielen, wenn es um Fragen nach Verantwortung und Gerechtigkeit in moralischer Hinsicht geht. Eine Diskriminierung liegt nicht nur vor, wenn Individuen aufgrund von Ethnie, Geschlecht, sexueller Orientierung und Konfessionszugehörigkeit unterdrückt werden, sondern auch, wenn nichtmenschliche Tiere, die die gleichen moralrelevanten Eigenschaften haben wie z.B. menschliche Kleinkinder, aufgrund irrelevanter Merkmale wie Artzugehörigkeit oder Vernunftsfähigkeit in eine verzweckte "Nutz-"Existenz herabgesetzt, gewaltsam unterdrückt und umgebracht werden. Alle diese Fälle von Schlechterstellung verstossen gleichermassen gegen den fundamentalen ethischen Gleichheitsgrundsatz, der verlangt, in ähnlichen Fälle gleichermassen zu urteilen.
Veganismus bezeichnet eine Lebensweise ohne solche willkürlichen Einschränkungen des Gerechtigkeits- und Respektprinzips. Sie lehnt daher jegliche Form von Diskriminierung und einseitiger Ausbeutung (Zucht, Dressur, Gefangenschaft, Tötung...) und somit auch den Konsum sogenannter Tierprodukte ab.
Die ethische Begründung des Veganismus.
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